Montessori Spielzeug Baby 0-12 Monate: Die ultimative Liste 2025

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Du bist also auf der Suche nach Montessori Spielzeug für dein Baby, das die Entwicklung in den ersten 12 Lebensmonaten auf intuitive und spielerische Weise fördert? Dann findest du hier alle unsere erprobten Spielzeug-Empfehlungen!

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Wenn du auf der Suche nach einem “Best Of” der liebsten Montessori Spielzeuge meiner Familie bist, dann habe ich in den folgenden Artikeln alle unsere Favoriten zusammengefasst:

>> Lies hier: Montessori Spielzeug – Der ultimative Ratgeber für Kinder im Alter von 0-6 Jahren

>> Lies hier: Montessori Baby – Wie du von Anfang an Montessori im Alltag leben kannst

>> Lies hier: Montessori Spielzeug für Kleinkinder ab 1 Jahr: Unsere persönlichen Empfehlungen und Tipps!

In diesem Artikel:

  • Spielzeug-Empfehlungen aus eigener Erfahrung
  • Welches Spielzeug was genau fördert
  • Welches Spielzeug wann am Besten ist
  • Was KEIN Montessori Spielzeug ist
Baby sucht Spielzeug im Montessori Regal
Bildquelle: Instagram @nikolaus.library

Was ist Montessori Spielzeug – und was ist es nicht?

Montessori-Spielzeug basiert auf den Prinzipien der Montessori-Pädagogik, die von der italienischen Ärztin Maria Montessori entwickelt wurde. Der Fokus liegt dabei auf der Förderung der Selbstständigkeit und Eigenverantwortung des Kindes.

Im Zentrum der Montessori-Pädagogik steht die Anerkennung, dass Kinder individuelle Persönlichkeiten sind und eine liebevolle Umgebung sowie ausreichend Freiraum benötigen, um sich gesund zu entwickeln. Kinder sind kleine Entdecker, die die Welt durch ihre Sinne erfahren und intuitiv wissen, welche Reize sie für ihre Entwicklung benötigen.

Maria Montessori selbst hat tatsächlich kein spezielles Spielzeug entwickelt, dennoch können die Prinzipien der Montessori-Pädagogik auf Spielzeug und Aktivitäten angewendet werden. Daher kommt auch der Begriff “Montessori-inspiriertes” Spielzeug.

Beachte, dass der Begriff “Montessori” nicht geschützt ist. Jeder Spielzeughersteller kann behaupten, dass sein Spielzeug “Montessori” sei (mit einem satten Preisaufschlag). Daher solltest du vorsichtig sein und die Qualität und Prinzipien des Spielzeugs genauer prüfen, anstatt dich allein auf das Etikett “Montessori” zu verlassen.

Genau das ist einer Mutter in meiner Babyschwimmen-Gruppe passiert. Lies die ganze Story unten im Artikel.

Mit dieser Liste erspare ich dir unangenehme Überraschungen, denn wir haben alle diese Spielsachen selbst genutzt.

Grafik 5 Eigenschaften von Montessori Spielzeug

Die Entwicklung deines Babys im ersten Jahr

Die Entwicklung deines Babys im ersten Lebensjahr ist erstaunlich – es passiert so viel! Ich habe einen kleinen Spickzettel mit den wichtigsten Entwicklungsbereichen eines Kindes in dieser Phase, sodass du darauf achten kannst, es in allen Bereichen zu fördern und keinen davon zu vernachlässigen.

Diese sind: Sensorik, Sprache, Grobmotorik (Bewegung), Feinmotorik (Hände) und die kognitive Entwicklung. Zusätzlich legt die Montessori-Pädagogik noch besonderen Wert auf Musik und Übungen des praktischen Lebens.

Die sensorische Entwicklung deines Babys

In den ersten Wochen ist dein Neugeborenes sehr empfindlich für sensorische Erfahrungen. Hier gilt: Weniger ist mehr! Ab dem dritten oder vierten Monat, wirst du aber bemerken, dass dein Baby wacher und aufmerksamer wird. Es entwickelt seinen Tast-, Geschmacks-, Geruchs-, Seh- und Hörsinn weiter und lernt “mit allen Sinnen” die Welt kennen.

Die sprachliche Entwicklung deines Babys

Obwohl Säuglinge im ersten Jahr noch nicht sprechen, entwickeln sie ihre sprachlichen Fähigkeiten, indem sie auf die Geräusche um sich herum hören und schließlich eigene Laute wie Gurren und Brabbeln produzieren.

In der Montessori-Erziehung legt man viel Wert darauf, von Geburt an respektvoll mit dem Baby zu sprechen (z.B. ankündigen, was du gleich tun wirst, keine Babysprache).

Die grobmotorische Entwicklung deines Babys

Es gibt so viele besondere Augenblicke in den ersten Monaten, wenn dein Baby lernt, seine Gliedmaßen zu bewegen, den Kopf zu heben und schließlich zu krabbeln und sich aufzusetzen.

Diese zunehmende Mobilität ermöglicht es, die Umgebung zu erkunden und sich mit Gegenständen zu beschäftigen – bis hin zum Laufenlernen.

Die feinmotorische Entwicklung deines Babys

Etwa um den dritten Monat herum, beginnt dein Baby, nach Dingen zu greifen. Mit jedem Entwicklungsschritt in der grobmotorischen Beweglichkeit, werden die Hände immer freier zum Erkunden und werden zum wichtigsten Lerninstrument deines Kindes. Montessori war überzeugt: Kinder begreifen die Welt mit ihren Händen.

Bei der Hand-Auge-Koordination handelt es sich um eine erlernte Fähigkeit, bei der die Augen und die Hände zusammenarbeiten, um eine Handlung auszuführen, z. B. einen Ball zu fangen, zu schreiben oder die Schnürsenkel zu binden.

Die kognitive Entwicklung deines Babys

Säuglinge beginnen, Ursache und Wirkung zu verstehen, Probleme zu lösen und ihr Gedächtnis zu entwickeln. Sie beginnen auch, vertraute Gesichter und Gegenstände zu erkennen.

Die sonstige Entwicklung deines Babys

Im ersten Lebensjahr baut dein Baby Bindungen zu seinen Bezugspersonen auf und entwickelt das Gefühl von Vertrauen und Sicherheit (Grundvertrauen). Es beginnt auch, Gefühle wie Freude, Traurigkeit und Wut auszudrücken.

>>> Lies hier: Ein Überblick über alle Meilensteine der frühkindlichen Entwicklung von Babys im Alter von 0 bis 12 Monaten.

Montessori Spielzeug Baby, 0-2 Monate alt

Montessori-Spielzeug für 0-2 Monate: Mobile, Spieluhr und Mama / Papa

Der Schwerpunkt in den ersten 6-8 Wochen liegt eher darin, dein Neugeborenes vor einer Reizüberflutung und Überstimulation abzuschirmen. Das Beste für die sensorische Entwicklung deines Neugeborenen ist es, dein Gesicht zu sehen und deine Stimme zu hören. Kein Spielzeug kann das übertreffen!

>> Lies auch: Die ersten 8 Babywochen: Die symbiotische Phase nach Montessori.

Die ersten Montessori Mobiles für dein Neugeborenes

In den Augenblicken in denen es wach, satt und aufnahmebereit erscheint, kannst du ab Woche 2 aber schon einfache, kontrastreiche Mobiles anbieten, wie zum Beispiel das schwarz-weiße Munari-Mobile um seine visuelle Entwicklung zu fördern.

Übrigens, können Neugeborene in Farbe sehen, erkennen aber hohe Kontraste besser.

Achte darauf, dass es in ca. 25-30 cm Höhe über deinem Baby hängt, denn weiter-entfernte Gegenstände kann es noch nicht fokussieren. Meist dauern diese Aktivitäten nur einige Minuten, bis dein Baby den Kopf abwendet oder gähnt und dir dadurch zu verstehen gibt, dass es genug hat.

>> Lies auch: Ich habe in diesem Artikel ausführlich über die vier Montessori Mobiles geschrieben: Munari, Oktaeder, Gobbi und die Tänzer, wo du diese kaufen kannst und inkl. DIY-Anleitungen.

>> Lies auch: Vermeide dabei diese 7 Fehler, die junge Eltern am häufigsten bei Mobiles machen – laut Montessori.

In den ersten 3 Monaten wird dein Baby von Gesichtern, hellen Lichtern und Farben sowie von Streifen, Punkten und Mustern angezogen. Abgesehen von den drei ersten Montessori Mobiles, kannst du also schwarz-weiße kontrastreiche Bücher, Karten oder Bilder einführen.

Eine Spieluhr mit einer sanften Melodie stimuliert (zusätzlich zu deiner Stimme) auch die auditive Wahrnehmung deines Babys und kann ein Teil eurer gemeinsamen Einschlafroutine werden.

Montessori Baby-Spielzeug, 3-6 Monate alt

Hand-Auge-Koordination und Sensorik

Der Blick deines Babys wird wacher, es beginnt die Welt aktiv “zu begreifen”. Jetzt kannst du jeden Tag beobachten wie es seine Motorik und Auge-Hand-Koordination übt. Etwa um den dritten Monat herum, beginnt dein Baby, nach Dingen zu greifen.

Eine Feldenkrais-Therapeutin gab mir den Tipp, zunächst leichte Stoffe oder Tücher in erreichbarer Nähe neben deinem Kind (nicht direkt in die Hand) auf der Spielmatte zu legen, sodass es selbst üben kann danach zu greifen.

Mulltücher oder bunte Jongliertücher funktionieren wunderbar, aber mein persönlicher Favorit ist das Regenbogentuch, das ich auch häufig genutzt habe, um meinen schlafenden Sohn im Kinderwagen vor dem Sonnenlicht abzuschirmen und das noch heute beim Spielen zum Einsatz kommt.

Mein Sohn A. und seine Montessori Spielsachen mit 5 Monaten
Mein Sohn A. (5 Monate alt) spielt mit Greiflingen und einem Jongliertuch

Aber auch Spielsachen und Aktivitäten, die den Seh- und Hörsinn stimulieren, sind spannend für dein Baby. Nun kommt der Spielbogen über einer weichen Spielmatte zum Einsatz!

Mein Sohn A. unter einem Spielbogen
Mein Sohn A. unter seinem Spielbogen

Ich habe meinem Sohn A. nicht nur Greiflinge, leichte Rasseln und die typischen Montessori Kupplungsscheiben angeboten, sondern auch andere Sinneseindrücke wie schwarz-weiße Leporellos, Holzringe (zum Beispiel am Spielbogen hängend, sodass er danach Greifen kann), die typische Montessori Zylinderrassel und Sensorikbälle.

Auch typisch Montessori ist die Glocke an einem elastischen Band, herabhängend vom Spielbogen. Ich habe stattdessen Holzringe an den bunten Jongliertüchern und Glöckchen an bunten Bändern (nicht-elastisch) angeboten.

Grobmotorik und Bauchlage

Thema Bauchlage, puh! Ich habe keine Montessori-spezifischen Empfehlungen dazu gefunden, allerdings gehört es mittlerweile zum Konsens der frühkindlichen Literatur, dass das Üben der Bauchlage für Babys (Achtung: nur tagsüber!) sehr wichtig ist. Pech nur, dass es für die Kleinen sehr anstrengend und daher eine eher unbeliebte Haltung ist.

Mein Sohn A. mit 5 Monaten auf seiner Montessori Spielmatte und Spielzeug
Mein Sohn A. mit 5 Monaten auf seiner Spielmatte, einem Buch und Beißring

Ein Leporello oder Bilderbuch wirken da Wunder! Aber auch besondere Aktivitäten (wie z.B. ein Suppenteller mit Wasser) können die Neugier und Entdeckungslust deines Babys entfachen.

Mein Sohn A. übt sich in der Bauchlage (4 Monate)
Mein Sohn A. übt sich mit 4 Monaten in der Bauchlage. Tipp: Handtuch zusammenrollen und unterlegen!

Bücher und Leporellos

Eine Auswahl unserer Lieblingsbücher. Mein Sohn A. war total fasziniert von den schwarz-weißen Bilderbüchern “Hello, Animals!” und “Hello, Bugs!” und liebte auch die Leporellos “Tiere” und “Erste Zahlen”. Das Bilderbuch “Schlafenszeit” war von Anfang an, ein Teil unserer Gute-Nacht-Routine.

Unsere liebsten Babybücher von 0-12 Monaten
Die Bilderbücher und Leporellos meines Sohnes A.

Montessori Spielzeug Baby, 6-12 Monate alt

Montessori Spielzeug Baby 6-12 Monate

Grobmotorik

Zwischen den Monaten 6 und 12 wird dein Baby mobil! In den letzten Monaten hat es vermutlich schon gelernt, sich zur Seite zu drehen, jetzt meistert es das Hin- und Herdrehen auf den Rücken und in die Bauchlage, lernt robben, krabbeln, sich aufzusetzen, aufzustehen und an Möbeln entlang zu gehen. Manche Kinder lernen sogar das freie Gehen im ersten Jahr.

>>> Lies hier: 17 Montessori-inspirierte Spielideen und Aktivitäten für dein Baby (6-9 Monate)

Wenn dein Baby aber etwas davon noch nicht macht, ist das auch ganz normal. Ich habe hier ein Diagramm (basierend auf Remo H. Largos “Babyjahre”) zur Veranschaulichung erstellt.

Grobmotorische Entwicklung deines Babys nach Remo H. Largo in Monaten

Das war dann der Zeitpunkt in dem ich ein Pikler-Dreieck für Zuhause angeschafft habe. Mein Sohn hatte aber auch in seinen Pikler- und Feldenkrais-Spielgruppen Zugang zu Spiel- und Krabbellandschaften (als kostengünstige, platzsparende Alternative).

Im Grunde, kannst du alles nutzen. Ich habe sogar zeitweise den oberen, abnehmbaren Teil unseres Fußhockers genutzt und in der Mitte ein interessantes Spielzeug zum Erkunden hingelegt.

Später kam noch ein Lauflernwagen dazu. Dein Baby fängt nun an, sich an allen möglichen Möbeln hochzuziehen. Montessori empfiehlt hierfür eine Stange an der Wand, aber mein Sohn A. hat ganz einfach seine IKEA Bekväm Gewürzregale genutzt, die wir eigentlich als Bücherregal angebracht hatten.

>>> Lies hier: Alles, was du über Montessori Bücherregale wissen solltest und unsere Produktempfehlungen, IKEA-Tipps und DIY-Anleitung.

Mein Baby Sohn A. in seinem Spielzimmer mit altersgerechtem Montessori Spielzeug
Das Spielzimmer meines Sohnes mit 11 Monaten: Pikler-Dreieck, Krabbellandschaft, DIY-Objektpermanenzbox, Schleichtiere und Allerlei.

Sensorik und Hand-Auge-Koordination

Die kleinen Hände wollen nun alles anfassen und erkunden – und natürlich wird alles in den Mund gesteckt! Die Greiflinge und Kupplungsscheiben bleiben weiterhin interessant, aber jetzt kann dein Baby auch immer besser Stoffbücher, Holzbücher, Tierfiguren und Alltagsgegenstände entdecken.

Mein Sohn A. mit 7 Monaten auf einer Spielmatte mit Montessori-inspirierten Spielsachen
Mein Sohn A. mit 7 Monaten in Bauchlage auf der Spielmatte, erkundet ein Stoffbuch mit kleinen Tiergedichten (Sprachförderung inklusive)

Stoffbücher sind eine gute Wahl für dein Baby. Sie stimulieren die taktilen und motorischen Fähigkeiten deines Kindes wach – mit Elementen, die evtl. darin bewegt werden können – und führen so auf spielerische und amüsante Art und Weise an die Welt des Lesens heran.

Kognitive Entwicklung

Bislang hat dein Baby hauptsächlich durch Sinneswahrnehmungen gelernt: Es hat Gegenstände erkundet und erfühlt, Bewegungen beobachtet und auf verschiedene Geräusche gehört.

Nun beginnt das Gehirn damit, all diese Informationen zu ordnen und zu verarbeiten. Jede Erfahrung, die dein Baby macht, trägt dazu bei, eine Art Wissensbank im Gehirn aufzubauen. Dabei werden die neuronalen Verbindungen im Gehirn immer komplexer und legen den Grundstein für die Entwicklung der Intelligenz deines Babys.

Dein Baby wird Prinzipien wie Ursache-Wirkung (wenn ich einen Gegenstand loslasse, fällt er auf den Boden und macht ein Geräusch) und die Objektpermanenz (etwas das ich nicht mehr sehe, ist immer noch da) entdecken.

Und es lernt die ersten geometrischen Formen (beim Steckpuzzle gehört das Runde in das runde Feld).

Mein Sohn A. an einem DIY-Aktivityboard
Mein Sohn A. (11 Monate) erkundet ein selbstgemachtes Activityboard

Und wie geht es weiter nach dem 1. Geburtstag?


>> Lies hier: Die ultimative Liste an Montessori Spielzeug für Kleinkinder ab 1 Jahr mit mehr Spielzeug-Empfehlungen, Spielideen und Hintergrundinformationen.

Was kein Montessori Baby-Spielzeug ist

Neulich beim Umkleiden nach dem Babyschwimmen, fand meine Tochter eines der herumliegenden Babyspielzeuge so toll, dass sie den gesamten Raum durchquerte, um es zu erforschen. Die Mutter wandte sich zu mir und bemerkte stolz: “Das ist Montessori.” Ich hätte ihr natürlich sagen können, dass das totaler Quatsch sei, biss mir aber auf die Zunge. Ich wollte sie weder korrigieren, noch bloßstellen und wenn die Babies happy sind, ist es ja auch nicht so wichtig.

Es ärgert mich allerdings, dass diverse Hersteller Spielzeug als “Montessori” vermarkten und es das einfach nicht ist. Daher hier eine Warnung: Montessori-Spielzeug ist selten ein Busyboard mit 100 unterschiedlichen Funktionen und eben auch kein bunter Greifling mit zig Schnüren. Es können trotzdem tolle Spielzeuge für die Kleinen sein, aber sie erfüllen nicht die Montessori-Ansprüche von Schlichtheit und einer isolierten Eigenschaft.

Es ist vielleicht ein gutes Spielzeug, aber es ist kein “Montessori”-Spielzeug.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Welche Bücher kannst du empfehlen, um die Entwicklung meines Babys im ersten Jahr besser zu verstehen?

Meine Favoriten sind:

Wie führe ich ein neues Spielzeug nach Montessori ein?

Die Einführung eines neuen Spielzeugs auf die Montessori-Art ist wie das Entzünden einer Fackel der Neugierde. Es handelt sich um ein liebevolles Arrangement, das Erkundung, Selbstständigkeit und Problemlösung fördert. Hier sind einige Schritte, die du befolgen kannst:

  1. Vorbereitung der Umgebung: Stell eine Auswahl von Spielzeugen auf einem niedrigen Regal zur Schau, um das Interesse deines Kindes zu wecken. Achte darauf, dass der Raum frei von Ablenkungen ist und eine ruhige Atmosphäre bietet, in der das Kind sich auf das Spielzeug konzentrieren kann.
  2. Einführung des Spielzeugs: Präsentiere das neue Spielzeug mit langsamen, übertriebenen Bewegungen und wenigen Worten. Dadurch kann das Kind den Zweck des Spielzeugs beobachten und verstehen, ohne es mit Informationen zu überfordern.
  3. Präsentation geben: Zeige deinem Kind, wie man das Spielzeug benutzt oder die Aktivität abschließt, indem du jeden Schritt klar und auf Augenhöhe des Kindes demonstrierst. Denke daran, während der Präsentation eine Verbindung zu deinem Kind zu halten und Bewegung und Interaktion zuzulassen.
  4. Erkundung ermöglichen: Gib deinem Kind viel Raum zum Erkunden und Problemlösen auf eigene Faust. Montessori-Spielzeuge sind so konzipiert, dass sie Unabhängigkeit und Kreativität fördern, deshalb ist es wichtig, dass das Kind die Führung im Spiel übernimmt.
  5. Beobachten und Unterstützen: Beobachte dein Kind, wie es mit dem Spielzeug interagiert, und sei bereit, bei Bedarf Unterstützung oder Hilfe anzubieten. Versuche jedoch, nicht zu sehr einzugreifen, denn das Ziel ist es, unabhängiges Problemlösen und Erkundung zu fördern.
  6. Spielzeugrotation: Rotiere regelmäßig die Spielzeuge, die deinem Kind zur Verfügung stehen, um sein Interesse aufrechtzuerhalten und es neuen Herausforderungen auszusetzen. Dies hilft dabei, die Umgebung frisch und ansprechend zu gestalten und kontinuierliches Lernen und Entwicklung zu fördern.

Wie kann ich die Montessori-Prinzipien über die Auswahl des Spielzeugs hinaus in die Spielzeit einbeziehen?

Hier sind einige Möglichkeiten, wie du das tun kannst:

  1. Schaffung einer einladenden Umgebung: Wie oben beschrieben, richte einen Spielbereich ein, der frei von Ablenkungen ist und eine ruhige Atmosphäre bietet, in der sich das Kind auf das Spiel konzentrieren kann. Stelle ein paar Spielzeuge auf einem niedrigen Regal auf und wechsle sie regelmäßig aus, um das Interesse deines Kindes zu wecken.
  2. Förderung selbstgesteuerten Spielens: Montessori ermutigt Kinder zu selbstgesteuertem Spiel und ermöglicht es ihnen, in ihrem eigenen Tempo zu erkunden und zu lernen. Ermutige dein Kind, Probleme selbstständig zu lösen und vermeide übermäßiges Eingreifen.
  3. Begrenzung der Anzahl von Spielzeugen: Forschungen zufolge helfen wenige Spielzeuge auf einmal den Kindern, sich zu konzentrieren und sinnvoller zu spielen. Überwältige dein Kind nicht mit zu vielen Spielzeugen auf einmal.

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Authorin Maria Spilka
Die Autorin

Hi, ich bin Maria und seit 2018 eine Montessori Mom. Mit meinen beiden Kindern (geboren 2018 und 2023) und meinem Partner leben wir unseren Familienalltag Montessori-inspiriert und reisen aktuell um die Welt. Ich fand in Montessori eine erfüllendere Mutterrolle für mich und einen empowernden Erziehungsansatz für meine Kinder.