Kinder lernen nahezu mühelos. Dr. Maria Montessori beschrieb dieses Phänomen vor über 100 Jahren als die sensiblen Phasen. Das sind Zeiträume in denen dein Kind besonders empfänglich dafür ist, bestimmte Fähigkeiten zu erlernen.
Ein Kind durchläuft die 4 Entwicklungsphasen (auf englisch “planes of development”) von 0-6, 6-12, 12-18 und 18-24 Jahren. In jeder dieser Phasen ist das Kind fast wie ein neues Kind.
Die Idee von den sensiblen Phasen kann uns Eltern dabei helfen, zu verstehen, wie unser Kind jetzt die Welt sieht, abhängig von seiner Entwicklungsphase… und wie wir es in jeder Phase unterstützen können.
Ein anderer Ausdruck, der häufig auch verwendet wird und dasselbe beschreibt, sind die “sensitiven Perioden”.
In diesem Artikel:
- Lernst du die 4 Entwicklungsphasen von 0-24 Jahren kennen
- Was die sensiblen Phasen genau sind
- In welchem Alter welche Entwicklungsbereiche wichtig sind
- und wie du dein Kind dabei unterstützen kannst.
Die erste Entwicklungsphase: Geburt bis 6 Jahre – Der absorbierende Geist
Wie lernen kleine Kinder so schnell? In den ersten sechs Lebensjahren durchlebt ein Kind das, was Maria Montessori den “absorbierenden Geist” nennt.
Stell dir vor, unsere Kinder wären wie Schwämme – sie saugen einfach alles aus ihrer Umgebung auf. Diese Fähigkeit ermöglicht es ihnen, ihre Sprache, Kultur und die grundlegenden Verhaltensnormen nahezu mühelos zu erlernen.
Aufgeteilt wird dieser Prozess in zwei Teile: Bis etwa zum 3. Lebensjahr arbeitet der absorbierende Geist unbewusst. Das Kind nimmt seine Umgebung auf, ohne sich dessen bewusst zu sein – ähnlich wie das Erlernen der Muttersprache.
Ab dem 3. Lebensjahr beginnt dann die bewusste Phase: Kinder beginnen zu verstehen und suchen nach Logik und Ordnung in dem, was sie bereits unbewusst aufgesogen haben – ein spannender Wandlungsprozess!
>>> Lies hier: Was ist der absorbierende Geist und wie kannst du dein Kind in dieser Zeit in seiner Entwicklung unterstützen.
Der unbewusste absorbierende Geist (Geburt bis 3 Jahre)
Vier bedeutsame sensible Phasen prägen die ersten drei Lebensjahre besonders: Ordnung, Bewegung, Sprache und die Verfeinerung der Sinne.
(1) Ordnungssinn
Vor allem Kleinkinder haben ein besonders hohes Bedürfnis nach Ordnung und Routinen, die ihnen Sicherheit und Orientierung geben.
Du kannst das unterstützen, indem du:
- auf wiederkehrende Abläufe und Routinen achtest,
- jedem Gegenstand einen bestimmten Platz zuordnest an den er zurückgelegt werden kann,
- konsequente Regeln festlegst, die deinem Kleinkind als soziale Leitplanken dienen, und
- Sortierspiele mit unterschiedlichen Formen und Farben bereitstellst.

(2) Bewegungsdrang
Wenn dein Kind krabbelt, sich hochzieht oder die ersten Schritte wagt, ist die Bewegungsphase aktiv. Auch die Feinmotorik der Hände wird immer weiter perfektioniert.
Du kannst das unterstützen, indem du:
- dein Baby in bequeme Kleidung kleidest, in der es sich bewegen kann,
- eine Ja-Umgebung schaffst, in der sich dein Kind selbstständig und frei bewegen kann,
- durch niedrige Möbel, die das Hochziehen und Laufenlernen unterstützen,
- Zeit in der Natur, auf dem Spielplatz, im Bällebad verbringst
(3) Sprachentwicklung
Lallt dein Kind viel und probiert verschiedene Laute aus? Das ist ein klares Signal für die sensible Phase der Sprachentwicklung.
Du kannst das unterstützen, durch:
- Bilderbücher mit einfachen Worten
- Vorlesen und Erzählen
- Singen von Kinderliedern und einfachen Reimen
(4) Verfeinerung der Sinne
Berührt dein Kind verschiedene Oberflächen und untersucht Dinge mit seinen fünf Sinnen? Hierbei entwickelt es seine sensorische Wahrnehmung weiter.
Du kannst das unterstützen, indem du:
- Materialien mit unterschiedlichen Texturen zum Fühlen bereitstellst,
- Klangspielzeuge für die auditive Wahrnehmung anbietest.
Wir als Erwachsene haben die wichtige Aufgabe, eine anregende, sichere und geordnete Umgebung (meine größte Herausforderung) zu schaffen, die unserem Kind hilft, diese sensiblen Phasen voll auszuschöpfen.
Denn wenn dein Kind seine Umwelt als geordnet und vorhersehbar erlebt, hat es die beste Chance, sich sicher und selbstbewusst zu entwickeln.
Der bewusste absorbierende Geist (3 bis 6 Jahre)
In der zweiten Teilphase des “absorbierenden Geistes”, erleben Kinder eine besondere Phase, in der sein Bewusstsein intensiv zum Vorschein kommt.
Ab dem Alter von drei Jahren wechselt dein Kind von einer unbewussten zu einer bewussten Aufnahme seiner Umwelt. Das bedeutet, es saugt Informationen nicht mehr nur passiv auf – nein, es erforscht aktiv und mit Begeisterung!
Dein Kind zeigt nun stärker seine Interessen und Vorlieben. Hier sind die wichtigsten sensiblen Phasen und wie du sie erkennen und stimulieren kannst:
- Schrift: Dein Kind zeigt Interesse an Buchstaben und dem Schreiben. Du bemerkst vielleicht, wie es Buchstaben in den Sand zeichnent oder mit einem Stift kritzelt.
- Lesen: Kurz danach entwickelt es oft eine Faszination für das Lesen.
- Zahlen: Zahlen und Mengenübungen üben eine große Anziehung aus. Vielleicht beginnen es, alles zu zählen, was ihm in die Quere kommt.
- Sozialisierung: Auch soziale Interaktionen werden bewusster erlebt. Dein Kind könnte sich mehr für andere Kinder interessieren und Freundschaften knüpfen wollen.

Um diese sensiblen Phasen zu unterstützen, ist es wichtig, dass wir als Eltern eine vorbereitete Umgebung schaffen. Dies bedeutet:
- Bereitstellung von altersgerechtem Spielzeug und Montessori Material für Schrift, Lesen und Mengenlehre.
- Ermöglichung von positiven sozialen Interaktionen.
- Förderung der Selbstständigkeit: Gebt ihnen Aufgaben, die sie komplett alleine ausführen können.
- Raum für Kreativität: Lasse dein Kind frei ausdrücken und entdecken, ohne zu korrigieren.
>>> Lies hier: Was ist eine vorbereitete Umgebung und eine Checkliste auf welche Elemente du achten solltest.
Auf diese Weise kann dein Kind seiner natürlichen Neugier folgen und seine Fähigkeiten vertiefen. Es will wiederholen und perfektionieren – hast du schon beobachtet, wie dein Kind eine Aktivität immer wieder durchführt?
Warum ist das so wichtig? Nun, in dieser Phase werden die Grundlagen für ein lebenslanges Lernen gelegt. Indem wir ihnen das passende Umfeld bieten, befähigen wir sie, eigenständig zu denken und zu handeln.

Die zweite Entwicklungsphase: 6 – 12 Jahre – Die Kraft der bewussten Vorstellungskraft
Kinder durchlaufen in ihrer Entwicklung verschiedene Stufen. Sie lernen die Welt um sich herum zu entdecken und zu verstehen. In der zweiten Entwicklungsphase von 6 bis 12 Jahren entfaltet sich bei deinem Kind etwas Faszinierendes: die bewusste Vorstellungskraft.
Bewusste Vorstellungskraft meint die Fähigkeit von Kindern, über ihre direkte Umgebung hinauszudenken und sich Welten, Personen und Strukturen vorzustellen, die sie nicht unmittelbar sehen oder erleben.
Während Kinder in den ersten Jahren durch einen “absorbierenden Geist” lernen, indem sie direkt aus ihrer Umgebung aufnehmen, schwenkt dieses Lernen nun um zu einer aktiven und reflektierten Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt.
Die kosmische Erziehung – ein weiteres Kernkonzept der Montessori-Pädagogik – kommt hier zum Einsatz. Sie ermöglicht Kindern, ihren Platz und Zweck im Universum zu erkennen.
In dieser Phase lernen Kinder nicht nur Fakten, sondern verstehen größere Zusammenhänge und entdecken ihre eigene Rolle darin.
Schlüsselaspekte der zweiten Entwicklungsphase:
- Interessen und Lernen: Kinder ergründen kulturelle, historische und wissenschaftliche Themen und verstehen ihre Rolle in dieser Welt.
- Soziale Entwicklung: Der Gruppe kommt eine hohe Bedeutung zu, soziale Regeln und Strukturen werden wichtig.
- Projekte: Kinder sind in der Lage, großangelegte Projekte selbstständig zu planen und umzusetzen.
- Fragen stellen: Warum ist die Welt so, wie sie ist? Kinder in dieser Phase fragen nach dem Warum und Wie.
Durch die Unterstützung dieser natürlichen Entwicklung können wir dabei helfen, dass unsere Kinder ein robustes Wissen und starkes Bewusstsein für ihre Welt – und ihre Rolle darin – aufbauen.
Kosmische Erziehung
Wie können wir unseren Kindern das große Ganze, das Universum, näherbringen? Maria Montessori hatte für die damalge Zeit eine höchst ungewöhnliche Idee: die kosmische Erziehung.
>>> Lies hier: Was ist kosmische Erziehung, was sind die Vorteile und Tipps für Zuhause.
Es ist ein Konzept, das darauf abzielt, Kindern ein tiefes Verständnis für die Welt und ihre eigene Rolle darin zu geben.
Die fünf großen Lektionen bilden den Kern dieses Konzeptes:
- Die Entstehung des Universums: Wir beginnen mit einer Geschichte über den Big Bang und erzählen von der Entstehung der Sterne und Planeten.
- Das Erscheinen des Lebens: Die Kinder erfahren, wie Leben auf der Erde entstanden ist, inklusive Pflanzen und Tieren.
- Der Mensch tritt auf die Bühne: Diese Lektion zeigt den Weg der Menschheit, von prähistorischen Anfängen bis zur modernen Gesellschaft.
- Die Erfindung der Schrift: Wir entdecken, wie Kommunikation Kulturen geformt hat.
- Die Erfindung der Zahlen: Schließlich lernen wir, wie mathematische Konzepte die Welt, wie wir sie kennen, beeinflusst haben.
Für jede dieser Lektionen werden unterschiedliche Geschichten, Experimente und Projekte verwendet, um das kindliche Interesse zu wecken.
Indem wir zum Beispiel gemeinsam ein Vulkanmodell bauen oder eine Timeline der Menschheitsgeschichte gestalten, bleiben sie nicht nur bei der Sache, sondern können die Konzepte auch wirklich verinnerlichen.
Du merkst, die kosmische Erziehung ist eine Einladung, über die Welt zu staunen. Es geht darum, deinem Kind eine tiefe Dankbarkeit für unsere Welt zu vermitteln und sie zu inspirieren, mehr über ihre Umgebung zu lernen und zu entdecken.
Wenn wir dies erreichen, sind wir auf dem besten Weg, wahrhaft bewusst lebende Menschen heranzuziehen.
Die dritte Entwicklungsphase: 12 – 18 Jahre – Die Suche nach einer neuen Identität
Was bedeutet es eigentlich, eine „neue Identität“ zu finden? In dieser Phase werden Jugendliche zu Entdeckern ihrer selbst.
Physisch, emotional und im sozialen Miteinander erleben sie große Veränderungen. Ihre Körper wachsen, Gefühlswelten werden komplexer, und die Interaktion mit Gleichaltrigen gewinnt enorm an Bedeutung.
All diese Entwicklungen sind Teil der Reise, auf der junge Menschen herausfinden, wer sie eigentlich sind und sein möchten.
Abstraktes Denken blüht in dieser Periode auf und bietet Jugendlichen die Möglichkeit, über das Hier und Jetzt hinauszuschauen. Sie beginnen, mit Konzepten wie Politik, Gesellschaft und Moral zu jonglieren – oft mit einem wachsenden moralischen Bewusstsein.
Doch wie unterscheidet sich dieses abstrakte Denken von der bewussten Vorstellungskraft? Während bewusste Vorstellungskraft spontan und kreativ sein kann, gibt die Suche nach einer neuen Identität den Jugendlichen Richtung und Zweck.
Ihre Ziele werden geformter und ihre Interessen entwickeln sich weiter, was oft in einer Leidenschaft für Fächer wie Sprachen, Mathematik und Wissenschaft manifestiert wird.
Wir Eltern ermutigen Jugendliche dazu, sich aktiv in der Gemeinschaft zu engagieren und ihnen praktische Erfahrungen zu ermöglichen, auf denen sie aufbauen können.
Die Erdkinder
Montessoris Idee von den Erdkindern, ist eine Erweiterung ihres pädagogischen Ansatzes, speziell ausgelegt für Jugendliche im Alter von etwa 12 bis 18 Jahren. Es wird auch das Montessori-Farm-Modell genannt.
Hauptmerkmale der Erdkinder:
- Farm-Schule: Hierbei geht es um das Lernen durch praktische Arbeit. Die Schüler verbringen ihre Zeit an einem Ort, an dem sie sowohl akademisch lernen als auch praktisch arbeiten – sei es auf dem Feld, im Wald oder im Garten.
- Gemeinschaftsleben: Die Schüler leben und arbeiten zusammen. Das fördert soziale Kompetenzen und Verantwortungsbewusstsein. Sie unterstützen sich gegenseitig im Lernprozess und beim täglichen Ablauf.
- Praktische Arbeit: Hands-on Aufgaben sind entscheidend, um Verantwortung und Selbstständigkeit zu lernen. Das Erdkinder-Konzept bezieht sich auf die Verbindung des Lernens mit echter Arbeit, die einen wertvollen Beitrag für die Gemeinschaft leistet.
Die Erdkinder-Modelle sind so vielseitig, dass sie sich an verschiedene Kontexte anpassen lassen. Man findet sie in ländlichen, aber auch in städtischen Umgebungen. Hauptsache, die Basisprinzipien bleiben bestehen.
Wir wissen, dass es gerade in der Pubertät wichtig ist, Jugendlichen Raum zu geben, ihre Autonomie, Verantwortung und ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Genau das leisten die Erdkinder. Sie sind nicht “nur” Schüle, sondern Teil eines Ökosystems, das sie mitgestalten und wertschätzen lernen.
Wie könnten wir das in deiner Umgebung umsetzen? Denk doch mal an einen Gemeinschaftsgarten oder eine Partnerschaft mit einem lokalen Bauernhof – die Möglichkeiten sind endlos, solange sie echte Verantwortung und sinnvolle Arbeit bieten.
Im Kern geht es beim Konzept der Erdkinder darum, dass Jugendliche nicht nur auf die Welt der Erwachsenen vorbereitet werden, sondern dass sie aktiv daran teilhaben und so ihre eigenen Fähigkeiten und Werte entwickeln.
Die vierte Entwicklungsphase: 18 – 24 Jahre – Reife
Was bedeutet “Reife” eigentlich? In der vierten Entwicklungsphase von Maria Montessori geht es genau darum.
Sie kennzeichnet den Übergang ins Erwachsenenalter, wo sie bereit sind, voll ins gesellschaftliche Leben einzutauchen. Aber halt, was unterscheidet denn jetzt die neu gefundene Identität von der Reife?
Ganz einfach: Während die Jugendlichen eine neue Identität entwickeln, erlangen sie durch Reife die Fähigkeit, mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.
Identität vs. Reife
- Neue Identität: Suche nach dem eigenen Selbst, Erproben von Grenzen
- Reife: Verständnis für Gut und Böse, Übernahme von Verantwortung
Mit 18 Jahren ist man oft schon auf dem Sprung, die Welt der Erziehung zu verlassen und die Universität kommt ins Spiel. Hier blüht man auf, verfolgt Leidenschaften und entwickelt Potenziale, die tief in einem schlummern.
Rolle der Universität
- Fördert selbstbestimmtes Lernen
- Bietet Freiraum für persönliche Entwicklung
- Eröffnet Wege zur beruflichen Vervollkommnung
Nicht zu vergessen: In dieser Phase sind die bisherigen Erfahrungen aus dem Elternhaus und der Schule ein stabilisierendes Fundament. Sprachen und Bewegung haben in der früheren Entwicklungsphase gesorgt, dass sie gut aufgestellt sind.
Bedenke, dass unsere Kinder in einem fortwährenden Entwicklungsprozess stecken und auch nach 24 Jahren die Reife weitergeht.
Die Anwendung der Entwicklungsphasen auf deine Kinder
Hier einige Tipps, wie du die sensiblen Phasen erkennen und deine Kinder dabei unterstützen kannst.
Beobachtung: Als Eltern oder Pädagogen ist es wichtig, achtsam zu beobachten. Kinder zeigen oft durch ihr Verhalten, in welcher sensiblen Phase sie sich befinden. Vielleicht erkennst du ein wiederkehrendes Interesse am Ordnen von Spielzeugen oder an Bewegungsabläufen?
Bereitstellung von Lernmaterialien: Wenn du bemerkst, dass dein Kind gerade besonders an Sprache interessiert ist, biete ihm Lieder und einfache Bücher an. Es ist unsere Verantwortung, die Umwelt entsprechend zu gestalten und angemessene Materialien zur Verfügung zu stellen.
Ermöglichung von Erfahrungen: Kinder brauchen Freiraum, um zu experimentieren und zu lernen. Statt alles vorzugeben, lass uns ihnen helfen, “es selbst zu tun”. So fördern wir ihre Unabhängigkeit und Selbstbildung.
Soziale Beziehungen und gesellschaftliche Einbindung: Sensible Phasen beeinflussen auch, wie unsere Kinder soziale Beziehungen aufbauen. Sie lernen etwa durch Rollenspiele, wie sie in der Gesellschaft funktionieren können.
Unser Ziel ist es, unsere Kinder durch diese Zeit voller intensiver Prägungen zu begleiten. Die Montessori-Pädagogik lehrt uns, dass jeder Erzieher dabei eine Schlüsselrolle spielt.
Indem wir vertrauensvolle Beziehungen aufbauen und eine unterstützende Umwelt schaffen, tragen wir zu ihrer ganzheitlichen Entwicklung bei.
Was sind deine Erfahrungen? Hast du bei deinen Kindern bestimmte sensiblen Phasen beobachtet? Teile deine Gedanken und Fragen – ich bin gespannt, von dir zu hören!
Wenn du mehr darüber lernen möchtest, kann ich dir diese Podcast-Folge von Simone Davies (ebenso all ihre Bücher) sehr ans Herz legen oder diese Youtube-Playliste:
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Was versteht man unter sensiblen Phasen in der kindlichen Entwicklung nach Montessori?
Unter sensiblen Phasen verstehen wir in der Montessori-Pädagogik Zeiträume in der kindlichen Entwicklung, in denen die Kinder besonders empfänglich für das Lernen bestimmter Fähigkeiten sind. Diese Phasen sind optimal, damit Kinder spezielle Lerninhalte nahezu mühelos aufnehmen.
In welchem Alter treten die sensiblen Phasen nach Montessori häufig auf?
Die unterschiedlichen sensiblen Phasen tauchen typischerweise zwischen Geburt und dem sechsten Lebensjahr auf. In diesen Jahren zeigen Kinder eine erhöhte Sensitivität für Sprache, Bewegung und Sozialverhalten, die für ihre Entwicklung entscheidend ist.
Wie kann man Kinder in ihren sensiblen Phasen optimal unterstützen?
Wir können Kinder in ihren sensiblen Phasen unterstützen, indem wir eine anregende Umgebung schaffen, die ihrem natürlichen Bedürfnis nach Entdeckung und Lernen entgegenkommt. Das bedeutet, ihnen geeignetes Material zur Verfügung zu stellen und sie zu ermutigen, ihre Fähigkeiten zu erforschen und zu entwickeln.
Welche Rolle spielen sensible Phasen in der Montessori-Pädagogik für die Selbsterziehung?
In der Montessori-Pädagogik spielen die sensiblen Phasen eine wichtige Rolle für die Selbsterziehung der Kinder. Die Kinder nutzen diese Phasen, um sich selbständig Wissen und Fähigkeiten anzueignen, wodurch ihr Selbstvertrauen und ihre Unabhängigkeit gestärkt werden.
Was unterscheidet kritische von sensiblen Phasen in der Entwicklungspsychologie?
Kritische Phasen sind Zeiträume, in denen bestimmte Entwicklungen erfolgen müssen, damit sie überhaupt stattfinden können, wohingegen die sensiblen Phasen Zeiten sind, in denen das Lernen bestimmter Fähigkeiten besonders effektiv ist. Sie sind nicht die einzigen Gelegenheiten für das Erlernen dieser Fähigkeiten, aber sie sind die besten.
Können sensible Phasen in der Entwicklung verpasst werden, und welche Folgen hätte das?
Ja, sensible Phasen können verpasst werden. Wenn Kinder in diesen Phasen keine Gelegenheit haben, die relevanten Fähigkeiten zu erlernen und zu üben, kann es später mehr Anstrengung erfordern, dies nachzuholen.
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